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Das ist unser Haus – Infofilm über das Mietshäuser Syndikat

Mit Eurer Unterstützung soll ein InfoFilm über das Mietshäuser Syndikat entstehen. Der Film soll Gruppen ermutigen, selbstorganisierte Hausprojekte mit Hilfe des solidarischen Verbundes zu starten. In circa 45 unterhaltsam anregenden Minuten soll das Funktionieren und Wirken des Syndikat-Modells allen Interessierten nahe gebracht werden. Akteure aus unterschiedlichen Projekten in Stadt und Land werden das Funktionieren und Wirken des Syndikats erläutern.

Das Besondere: der Film wird für alle gratis zugänglich sein (CC-Lizenz)!

 

Wer oder was ist dieses Mietshäuser Syndikat? Für wen und was arbeitet dieses Syndikat? Wofür steht diese Organisation?

 

Kollektive Raumaneignung |Immobilien werden nachhaltig dem Markt entzogen | Bezahlbare, eigenbestimmte Miethöhen | Gemeineigentum an Wohn- u. Arbeitsräumen | eine seit Jahrzehnten bewährte Struktur der kooperativen Selbstorganisation | alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich | ein fester solidarischer Verbund von mittlerweile fast 100 Hausprojekten in Stadt u. Land | ein erfolgreiches, stetig wachsendes Commons-Projekt 

 

Mit diesen knappen Worten kann das „MHS“, seine Intention und seine Wirkung eventuell annähernd beschrieben werden. Das über Jahre ausgetüftelte, immer wieder für neue Situationen und Umstände modifizierte Modell ist ein wenig komplex. Doch es eröffnet vielen Menschen bisher noch unbekannte Möglichkeiten der sozialen Raumaneignung. Auch mit wenig Eigenkapital können sich engagierte Gruppen im Verbund mit dem Syndikat die eigene Wunschimmobilie sichern und in Eigenregie ein Haus-Projekt starten.

 

Können beim Syndikat wirklich alle Interessent/innen mitmachen? Wie können wir an das Syndikat herantreten? Warum gründen wir als Hausprojekt mit dem Syndikat eine GmbH? Wie legt mensch eigenständig die Miete fest? Wie funktioniert der interne Solidartransfer? Und habe ich mich dann ein Leben lang verpflichtet?

 

Die Möglichkeit der Mitgliedschaft und Teilnahme am Syndikat hängt nicht maßgeblich vom Geld ab. Wesentlich ist die Identifizierung von interessierten Einzelpersonen oder Gruppen mit den Zielen und Idealen des Syndikats. Über die Realisierung von neuen Projekten entscheiden die Mitglieder des Syndikats auf ihren öffentlichen Mitgliederversammlungen. An immer mehr Orten in Stadt und auf dem Land werden mit dem selbstorganisierten, solidarischen Modell neue spannende Projekte realisiert.

 

Das Mietshäuser Syndikat ist eine Geschichte des Gelingens. Diese wollen wir einem breiteren Publikum zugänglich machen. Wir wollen, dass dabei die Akteure des Syndikats selbst für ihre Sache sprechen und in unterschiedlichen räumlichen Kontexten ihre Projekte und Intentionen darstellen können.
Der InfoFilm soll in Teilen aber auch komplexere Hintergründe und Inhalte anregend und niedrigschwellig erläutern. So wollen wir beispielsweise wesentliche inhaltliche Bausteine wie den „Unternehmensverbund an Hausbesitz-GmbHs“, den Erwerb von „Direktkrediten“ oder den internen „Solidartransfer“ mit Hilfe von Trickfilm-Sequenzen und Animationen erläutern.

 

Der Film wird auch die Arbeit der Berater/innen des Syndikats erleichtern, die an unzähligen Orten ehrenamtlich geleistet wird. Alle Zuschauer/innen, besonders aber an der Realisierung eines neuen Hausprojekts interessierte Gruppen, sollen das Syndikats-Modell, seine Strukturen und Prinzipien so klar verstehen, dass sie in den Gesprächen mit ihren Berater/innen kurzfristig zu der wesentlichen Frage übergehen können: „Das ist unser Haus? Ja, warum nicht?“

 

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

 

Wir produzieren diesen Film für alle, die wollen, dass in Stadt und auf dem Land noch nicht gänzlich „Schluss mit lustig!“ ist. Für alle, die noch dieses etwas „MEHR“ wollen! Ein MEHR an Möglichkeitsräumen. Ein MEHR an bezahlbaren Lebens- und Arbeitsräumen. Ein MEHR an Freiräumen für soziale, kulturelle Projekte und ein MEHR an Raum für die Zivilgesellschaft! Also insgesamt MEHR Recht auf Stadt. Und fast schon vergessen, auch dieses MEHR an „WIR!“, auch bekannt als: „WER, wenn nicht WIR!“.

 

Allen Ernstes: Unser Film soll eine Möglichkeit der kollektiven Selbstermächtigung darstellen. Das Thema: die kollektive Raumaneignung. Für alle, die an so etwas Interesse haben könnten. Wir sagen uns gerne: Das werden immer mehr! Wir wissen aber auch: Es müssen noch wesentlich mehr werden. Deshalb wollen wir diesen Film machen und setzen dabei auf Eure Unterstützung.

 

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

 

Positive Handlungsansätze in der Sicherung bezahlbarer Lebens- u. Arbeitsräume sollten aktuell vielerorts gefragt sein. Das auf Selbstverwaltung und Selbstorganisation beruhende Modell des Syndikats wird die gesamtgesellschaftliche Wohnungsfrage sicherlich nicht alleine lösen können. Aber die vielen unterschiedlichen Projekte sind Mut machende Beispiele dafür, dass sich mit Kooperation und Solidarität neue Perspektiven eröffnen. Besonders erwähnenswert dabei ist: Das Syndikats-Modell kann die Sicherung von wohnlicher Lebensqualität auch Menschen mit schmalem Geldbeutel ermöglichen. In der Geschichte des Syndikats wurde schon so manches vermeintliche „Luftschloss“ am Ende ein erfolgreiches Hausprojekt mit einem soliden finanziellen Fundament. Das halten wir für wegweisend und unbedingt erzählenswert.

 

Damit der Film auch jederzeit und von allen Interessent/innen gesehen werden kann, wird er mit einer Creative Commons (CC) Lizenz ausgestattet. Er wird im Internet gratis anschaubar sein. Er kann auch von allen gratis heruntergeladen und gratis nichtkommerziell öffentlich aufgeführt werden.

 

Wer steht hinter dem Projekt?

 

Die Autoren des Filmvorhabens „Das ist unser Haus!“ sind Burkhard Grießenauer, Daniel Kunle und Holger Lauinger. „Wir drei sind professionelle Filmemacher. Wir arbeiten gleichberechtigt miteinander. Privat sind wir langjährige Freunde.“

 

www.sein-im-schein.de

 

Die Crowdfunding-Kampagne auf startnext läuft noch bis zum 19.07.2015

www.startnext.com/dasistunserhaus

 

Webseite des Mietshäuser Syndikats: www.syndikat.org 

 

Den Text haben uns die Autoren des Filmvorhabens freundlicherweise, und selbst erfreut über den Abdruck, zur Verfügung gestellt.