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Von Äpfeln und Konsorten

Möglichst viele Menschen für die Schönheit und Bedeutung von Streuobstwiesen zu begeistern und sie für jedermann erlebbar zu machen, das ist die Vision von Bernd Schock. „Nur das, was man kennt und nutzt, wird in der Regel auch geschützt“ – so Bernds Gedanke. Und warum nicht die Botschaft per Flaschenpost zu den Menschen bringen? Die Idee zu einer Getränkelinie aus den Früchten der Streuobstwiesen ist geboren. Zusammen mit Dennis Meier, einem langjährigen Freund und Gründercoach und dem erfahrenen Kelterer Harald Elm gründet er im Frühjahr 2014 die Berliner Streuobstwiesen Manufaktur GmbH. In der Kelterei von Harald Elm, der seit Anfang der 1980er Jahre naturbelassene Äpfel zu Biodirektsaft  verarbeitet, sind die Äpfel in bester Obhut. Die Marke OSTMOST für die Getränkelinie dient dabei als Werbemittel und Finanzierungsinstrument der östlichen Streuobstwiesen. Parallel dazu gründet Bernd mit Landwirtschaftsexperten den gemeinnützigen Verein „Äpfel und Konsorten“, der sich für den Erhalt und die Neupflanzung von Streuobstwiesen im Osten Deutschlands einsetzt.

 

Was ist so besonders an Streuobstwiesen, dass wir hier davon berichten?

 

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Biotopen in Deutschland. Sie beherbergen bis zu 6.000 Tier- und Pflanzenarten. Die Streuobstwiese ist ebenfalls eine traditionelle Form des Obstanbaus. Sie besteht typischerweise aus hochstämmigen Bäumen meist unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Arten und Sorten. Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten Streuobstwiesen eine große kulturelle, soziale und ökologische Bedeutung. 80 Prozent der Flächen mussten seitdem modernen Neubau- und Gewerbegebieten, konventionellen Plantagen und Bio-Monokulturen weichen. Durch die Rodung dieser wichtigen Biotope verloren viele Tier- und Pflanzenarten – darunter viele seltene, regionale Obstsorten und Nutzpflanzen – ihren Lebensraum.

 

Die Streuobstwiesen Manufaktur leistet als Fördermitglied des Vereins einen wichtigen Beitrag für die Inwertsetzung und Wiederaufforstung von Streuobstwiesen im Osten Deutschlands. Mit der Kampagne „Reclaim Streuobstwiesen“ organisiert OSTMOST Aktionen zur Förderung der bedrohten Biotope. Jeder kann mitmachen. Bereits durch den Verzehr der Getränke finanziert jeder Einzelne den Erhalt von Streuobstwiesen mit. Unternehmen und gastronomische Betriebe, die OSTMOST in ihr Sortiment aufnehmen, haben zusätzlich die Möglichkeit, Patenschaften für Bäume oder ganze Wiesen zu übernehmen.

Naturtrüber Apfelsaft, zwei Schorlen – Apfel und Apfel-Minze – und zwei verschieden starke Cider-Sorten stehen in kleinen clubtauglichen Flaschen bereit, den Durst zu löschen. Das leisten sie mit Bravour. Aber nicht nur das, sie schmecken auch vorzüglich. Wenn ich selbst Streuobstwiesen-Kenner wäre, würde ich wahrscheinlich sagen: „Mmhh lecker –  schön saftig, nicht zu süß, herrlich erfrischend, da steckt einfach die volle Ladung Streuobstwiese drin!“

Nein, da bekomme ich kein Geld für. Ich finde nur das Konzept, den gemeinnützigen Verein mit einer gewinnorientierten Getränkemanufaktur zu verbinden, sehr gut. Und der Enthusiasmus und die Hingabe an dieses Projekt strahlt im Gespräch mit Bernd und Dennis immer wieder durch und ist einfach ansteckend. Die Mission ist klar: Mit OSTMOST die Streuobstwiesen wieder auf die Landkarte des Ostens zu holen! Langfristig entsteht ein grüner Gürtel im Osten, der die Streuobstwiesen wieder zum Blühen bringt. Um es mit Bernds Worten zu sagen: „Wir ernten die Früchte der Bäume unserer Mütter und Väter und pflanzen die Bäume für unsere Kinder später.“

Wer hierbei unterstützen möchte, findet demnächst auf den Webseiten der beiden Projekte nähere Informationen. Und auch auf unserer Webseite halten wir Euch auf dem Laufenden.

 

www.aepfelundkonsorten.org

 

www.ostmost.berlin



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